Satzung

Satzung des Schachklubs Marburg 1931/1972

 

I. Rechtsform und Zweck des Klubs

1. Der Verein trägt den Namen Schachklub Marburg 1931/1972, hat den Sitz in Marburg und ist in folgenden Verbänden Mitglied:
a) Hessischer Schachverband
b) Landessportbund Hessen e.V.
c) in den zuständigen Spitzenverbänden Deutscher Schachbund e.V. und Deutscher Sportbund.
Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
2. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der jeweils gültigen Abgabenordnung.
3. Der Klub soll das Schachspiel pflegen und fördern; andere Ziele verfolgt er nicht, Er veranstaltet Schachabende, Turniere und Wettkämpfe.
4. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

 

II. Organe des Klubs

5. Organe des Klubs sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.
6. Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des Klubs. Sie hat den Vorstand zu wählen und kann ihm Richtlinien für seine Arbeit erteilen. Sie wird vom Vorstand einberufen und geleitet.
7. Die Mitgliederversammlung jedes Jahres nimmt den Jahresbericht des Vorstandes entgegen, entscheidet über die Rechnungsprüfung sowie über die Entlastung des Vorstandes; ihr obliegt die Vorstandswahl.
8. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens ein Viertel der Mitglieder anwesend oder vertreten sind. Bei Beschlussunfähigkeit beruft der Vorstand eine neue Versammlung schriftlich ein; diese ist dann stets beschlussfähig.
9. Außerordentliche Versammlungen finden statt, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder auf schriftlich begründeten Antrag von mindestens einem Viertel der Mitglieder.
10. Die Zuständigkeit der Versammlungen ergibt sich im übrigen aus ihren Tagesordnungen. Diese werden vom Vorstand festgesetzt und spätestens zwei Wochen vor der Versammlung den Mitgliedern entweder schriftlich per Post oder Email an die letzte dem Vorstand bekannte Postanschrift bzw. Emailadresse zugesandt. Anträge an die Mitgliederversammlung sollten nicht später als drei Wochen vor dem Termin der Versammlung schriftlich beim Vorstand eingereicht werden. Spätestens können sie bis zu einer Woche vor der Versammlung nachgereicht werden. Die Reihenfolge der Tagesordnungspunkte kann mehrheitlich geändert werden.
11. Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Merheit der abgegebenen Stimmen. Abwesende Mitglieder können für die Dauer einer Versammlung ihr Stimmrecht auf ein anderes Mitglied schriftlich übertragen, jedoch darf ein Mitglied nur jeweils eine Zusatzstimme führen. Die Abstimmungen sind offen, doch kann die Versammlung jederzeit geheime Abstimmungen beschließen. Bei Wahlen ist auf Antrag eines Mitgliedes geheim abzustimmen.
12. Die Wahl des Vorstandes erfolgt unter Leitung eines von der Versammlung gewählten Wahlleiters. In den Vorstand gewählt ist, wer die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhält. Die näheren Bestimmungen der Wahl trifft der Wahlleiter.
13. Über jede Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzusetzen, das den wesentlichen Inhalt der gefassten Beschlüsse wiedergibt. Es ist vom Vorsitzenden und vom Schriftführer zu unterzeichnen und soll bei der nächsten Mitgliederversammlung zur Einsicht ausliegen.
14. Vorstand im Sinne des §26BGB sind der 1.Vorsitzende, der 2.Vorsitzende und der Kassenwart. Hiervon sind jeweils zwei gemeinsam zur Vertretung des Vereins berechtigt. Des weiteren im Vorstand vertreten sind der Schriftführer sowie, sofern gewählt, Jugendleiter, Turnierleiter, Öffentlichkeitsreferent, Internetbeauftragter und sonstige von der Mitgliederversammlung gewählte Beisitzer. Die Befugnisse dieser Beisitzer ergeben sich aus den Beschlüssen derjenigen Mitgliederversammlung, die deren Ämter schuf. Sämtliche Ämter des Klubs sind Ehrenämter.
15. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit der Stimmenmehrheit seiner Mitglieder. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende. Ein Vorstandsmitglied ist nicht stimmberechtigt, wenn es sich um ein Rechtsgeschäft mit ihm oder um einen Rechtsstreit zwischen ihm und dem Klub handelt.
16. Die Amtsdauer des Vorstandes beträgt ein Jahr. Nach Ablauf dieser Amtszeit führt der Vorstand die Geschäfte in vollem Umfang bis zur Wahl eines neuen Vorstandes fort. Auch während seiner Amtszeit kann der Vorstand durch Beschluss der Mitgliederversammlung abberufen und ein neuer Vorstand gewählt werden.
17. Der Vorstand beschließt über die Veranstaltungen des Klubs. Er kann über Ausgaben bis zur Höhe des Kassenstandes verfügen; zu weitergehenden Verpflichtungen bedarf es der vorherigen Zustimmung der Mitgliederversammlung.
18. Bei längerer Verhinderung von mindestens zwei vertretungsberechtigten Vorstandsmitgliedern entscheidet der Vorstand über deren Vertretung.
19. Der Schriftführer protokollliert die Mitgliederversammlungen und die Vorstandssitzungen. Er verwahrt die Mitgliederliste, die Protokolle und die beim Klub eingehenden Schriftstücke. Über ausgehende Schreiben sind kurze Aktenvermerke zu machen, falls keine Entwürfe oder Durchschläge aufbewahrt werden.
20. Der Kassenwart verwaltet die Kasse, führt das Kassenbuch und das Kontobuch der Mitgliederbeiträge. In den Kassenbüchern darf der ursprüngliche Inhalt der Eintragung nicht unleserlich gemacht, es darf nichts radiert und es dürfen solche Veränderungen nicht vorgenommen werden, die es ungewiss lassen, ob sie ursprünglich oder später gemacht wurden.
21. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
22. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
23. Die Rechnungsprüfung erfolgt durch einen oder mehrere von der Mitgliederversammlung bestellte Rechnungsprüfer. Diese erstatten der folgenden Mitgliederversammlung Bericht über das Ergebnis ihrer Prüfung und schlagen die zu fassenden Beschlüsse vor. Ein von der Mitgliederversammlung bestellter Rechnungsprüfer darf höchstens bei zwei Kassenprüfungen hintereinander tätig werden.

 

III. Mitgliedschaft

24. Mitglied des Klubs kann jede unbescholtene Person werden, die das Schachspiel kennt oder erlernen will. Gäste können durch ein Mitglied des Vorstandes in den Klub eingeführt werden. Über ihre Beteiligungen an den Klubveranstaltungen entscheidet der Vorstand.
25. Durch einstimmigen Beschluss der Mitgliederversammlung können Persönlichkeiten, die sich um das Marburger Schachleben verdient gemacht haben, zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Sie sind von der Beitragszahlung befreit.
26. Die Aufnahme in den Klub erfolgt durch den Beschluss des Vorstandes.
27. Jedem neu eingetretenem Mitlgied ist ein Exemplar dieser Satzung zur Einsicht vorzulegen. Mit der ersten Beitragszahlung erkennt es die Satzung an.
28. Die Mitglieder sind verpflichtet, die von der Mitgliederversammlung festgesetzten Beiträge und Gebühren pünktlich zu entrichten und die klubeigenen Gegenstände behutsam zu behandeln. Sie haben das Recht, die Spielabende zu besuchen und sollen hiervon regen Gebrauch machen. Die Teilnahme an den Turnieren und Wettkämpfen richtet sich nach den Beschlüssen des Vorstandes.
29. Bei wirtschaftlicher Notlage eines Mitgliedes kann der Vorstand in Einzelfällen die Beiträge und Gebühren ermäßigen. Ist ein Mitglied mehr als sechs Monate in Zahlungsrückstand, so entscheidet der Vorstand über seine weitere Mitgliedschaft.
30. Der Austritt eines Mitgliedes aus dem Klub erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand. Der Austritt ist nur zum 1. eines Vierteljahres zulässig und muss einen Monat vorher erklärt werden. Der Vorstand kann von diesen Fristen Befreiung erklären.
31. Ein Mitglied kann durch den Beschluss des Vorstandes aus dem Klub ausgeschlossen werden. Dieser Beschluss ist den Mitgliedern bekannt zu geben. Gegen den Beschluss, durch den ein Mitglied ausgeschlossen wurde, steht jedem Mitglied – auch dem Ausgeschlossenem selbst – der Einspruch an die nächste Mitgliederversammlung zu. Der Einspruch ist unzulässig, wenn der Ausgeschlossene mehr als ein Jahr in Zahlungsrückstand war. Bis zur Entscheidung über einen zulässigen Einspruch ruhen Rechte und Pflichten des betroffenen Mitgliedes. Die Einspruchsfrist beträgt zwei Wochen, vom Tage der Bekanntgabe an gerechnet.
32. Die Mitglieder haften für die Schulden des Klubs nur mit dem Klubvermögen.

 

IV. Auflösung und Satzungsänderung

33. Bei Auflösung des Vereins ist das Vermögen zu steuerbegünstigten Zwecken zu verwenden. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden. Ein Anspruch der Mitglieder an das Klubvermögen besteht nicht. Freiwillige Auflösung soll nicht erfolgen, solange der Klub mehr als vier Mitglieder zählt.
34. Zur Änderung vorstehender Satzung ist nur eine zu diesem Zweck einberufene Mitgliederversammlung befugt. Bei der Einberufung ist mitzuteilen, welche Bestimmungen geändert werden sollen. Der Änderung müssen drei Viertel der abgegebenen Stimmen zustimmen.
Diese Satzung wurde von der Mitgliederversammlung am 23. Januar 1961 beschlossen und am 9. Februar 1981, am 6. Juni 2006 sowie am 14. Februar 2014 in einigen Punkten geändert und erweitert.

 

Marburg, Februar 2014

 

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