SKM 2 verliert 2,5-5,5 gegen Biebertal, Klassenerhalt unklar

Im letzten Heimspiel der Saison ging es gegen Biebertal, vor der Runde sogar auf dem achten Platz hinter uns in der Tabelle. Die Mannschaft aus Biebertal zeigte aber gegen uns, warum sie vor der Saison als einer der Favoriten auf den Aufstieg galten.

Robert an Brett 1 spielte als Nachziehender gegen Alexander Krastev, Jahrgang 2005 und bereits mit einer DWZ von über 2300 sowie einer IM-Norm. Von der Partie habe ich – insbesondere von der kritischen Phase – sehr wenig mitbekommen, da ich zeitgleich vollauf damit beschäftigt war, meine eigene Partie in den Sand zu setzen. Nach der Eröffnung und auch im frühen Mittelspiel sah die Stellung für mich ausgeglichen aus, irgendwann jedoch stand Robert auf Verlust und gab konsequenterweise auf. Kurz darauf folgte meine Aufgabe: Nach der Eröffnung stand ich zumindest etwas besser, übersah jedoch beim Versuch, einen Bauern zu gewinnen, eine simple Taktik. Mit Glück kam ich in ein vermutlich ausgeglichenes Endspiel, das ich jedoch völlig misshandelte. Mein junger Gegner spielte die Partie schließlich technisch überzeugend zu Ende. Johanna an Brett 3 hatte im Mittelspiel einen Bauern weniger (ob geopfert oder eingestellt, habe ich nicht mitbekommen). Die Kompensation dafür war irgendwann weg und der Gegner im Besitz mehrerer verbundener Freibauern. Diese liefen durch, auch wenn Johanna sich lange verteidigte. Heikos Stellung sah lange etwas schlechter aus und war es eventuell auch, aber schließlich drehte sich die Partie, Heiko konnte mit der Dame in die gegnerische Stellung eindringen und taktisch sehenswert gewinnen. Nach mehreren unglücklich verlorenen Partien eine willkommene Abwechslung für Heiko. Merih stand lange überlegen, ein klarer Gewinn war jedoch nicht zu sehen und der Vorteil schließlich weg. Auch auf meine Anweisung hin spielte er aber weiter auf Gewinn und wurde in beiderseits knapper Zeit ausgekontert. 4-1 damit für Biebertal, ganz hoffnungslos war es noch nicht, da in den verbliebenen Partien kein Marburger Spieler schlechter stand, Eike sogar auf Gewinn. Eikes Partie war mehrmals gekippt, aber im Endspiel konnte er eine Figur gewinnen und trotz einiger Schwierigkeiten verwerten. Gerhards Partie schwankte zwischen ausgeglichen und besser für Gerhard, doch auch hier setzte es plötzlich einen Konter, ein Bauer war weg und am Ende die Partie. Klaus Stellung war lange völlig unklar (nicht nur für mich als unkundigen Beobachter, sondern auch für Klaus und seine Gegnerin, wie ich mir anschließend bestätigen ließ), als die Marburger Niederlage feststand, einigte man sich auf Remis.

Eine klare Niederlage, trotzdem der Klassenerhalt, wenn man dem bekannten Ligaorakel (hier) glaubt. Durch einen Rückzug einer der Mannschaften aus den oberen Ligen könnte sich aber noch eine Änderung ergeben und wir müssen eventuell in den Stichkampf. Wie dem auch immer sei: Glückwunsch an die Dritte für den kaum noch für möglich gehaltenen Klassenerhalt, den wir anschließend in der Waggonhalle begießen konnten.

SK Marburg 1931/72 2 Biebertaler Schachfreunde 1 2,5:5,5
Antonischki, Robert Krastev, Alexander 0:1
Cimen, Merih Barth, Andreas 0:1
Blübaum, Johanna Risius, Philipp 0:1
Kuhn, Gerhard Damm, Nils 0:1
Seibert, Heiko Reichelt, Florian 1:0
Montermann, Klaus Liez, Franziska ½:½
Hein, Lennart Limpert, Tillmann 0:1
Gallmeier, Eike Peschel, Julia 1:0
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