SK Marburg 2 – SG Turm Idstein 1 (von Nils Emig )

Am 3. Februar stand der erste Spieltag des neuen Jahres für die 2. und die 3. Mannschaft an.

Vor dem Spiel war die Ausgangssituation nicht besonders gut. Von den vier Spielern an den vorderen Brettern vielen 3 aus, sodass Sergej, Kai und ich an den Brettern 6-8 gespielt haben. Besonders ärgerlich war dies, da Idstein zu unseren direkten Konkurrenten gehört, gegen die wir gewinnen mussten, um die Wahrscheinlichkeit eines Abstieges zu minimieren.

Nach ca. 2,5 Stunden wurde ich, trotz Stefans Warnung, dass der erste der fertig wird den Bericht schreiben muss, fertig.

Ich erarbeitete mir am 8. Brett relativ schnell eine schöne Stellung mit weißen Bauern auf e4-f5-g5-h4 und dachte, dass mein Gegner kaum Gegenspiel haben würde. Nachdem ich einige Züge zu sorglos spielte fand mein Gegner einen guten Bauerndurchbruch im Zentrum, welcher mich nicht nur meinen Angriff, sondern auch einen Bauern kostete. Einige Züge später entschied ich mich nicht ganz freiwillig dazu, meine Dame für einen Turm und einen Läufer zu geben. Zwei Züge später versuchte mein Gegner eine vermeidliche Fesselung auszunutzen, was ihn die Dame für einen Turm kostete. Damit hatte ich eine Figur mehr, was meinen Gegner zur sofortigen Aufgabe brachte. Insgesamt war dies wohl eher eine Partie zum vergessen – Trotzdem 1-0 für Marburg.

Als nächstes wurde Lennart am 5. Brett fertig. Außer, dass die Partie remis ausgegangen ist, habe ich leider nicht viel mitbekommen. 1,5 – 0,5 für Marburg.

Kurze Zeit später wurde Stefan am ersten Brett fertig. Sein Gegner baute sich mit b3, Lb2, c4, d4, Se5 und f4 auf und versuchte in der Folge mittels Tf3 usw. einen Angriff am Königsflügel zu beginnen. Allerdings fand Stefan Gegenspiel und konnte mit einer Batterie aus Dame und Läufer auf der b8-h2 Diagonale den Zug g2-g3 provozieren, was dem Turm auf f3 die Felder auf g3 und h3 nahm. Trotz einer leicht angenehmeren Stellung für Weiß einigten sich die Spieler nach 30 Zügen auf ein Remis. 2 – 1 für Marburg.

Heiko spielte am 3. Brett eine komplizierte Partie, in welcher er leider einige Ungenauigkeiten einbaute, was zu dem Verlust von Material führte. Zwischenstand 2 – 2.

Am 6. Brett spielte Sergej gegen Sweschnikow-Variante. Sein Gegner brachte seinen f-Bauern bis nach f3. Allerdings konnte Sergej diesen Bauern ohne wirkliche Kompensation gewinnen. Er konnte durch einen taktischen Trick einen weiteren Bauern gewinnen. Ein verzweifelt anmutender Angriff des Schwarzen führte zu einer Schwächung der eigenen Königsstellung, was Sergej sehenswert ausnutzen konnte. 3 – 2 für Marburg.

Gerhards Gegner schob am Königsflügel seine Bauern nach vorne. Allerdings verteidigte sich Gerhard gut, sodass der Angriff nicht den gewünschten Erfolg hatte. Es entstand eine komplexe Stellung, in welcher Gerhard irgendwann einen Turm gewinnen konnte. Die Stellung blieb trotzdem kompliziert, konnte aber irgendwann von Gerhard gewonnen werden. 4 – 2 für Marburg.

Damit war zumindest das Mannschaftsremis gesichert.

Klaus uns sein Gegner spielten eine etwas seltsame Eröffnung, in welcher Klaus relativ früh einen Bauern gewinnen konnte. Im Mittelspiel konnte sein Gegner einen Turm für eine Leichtfigur und einen zweiten Bauern gewinnen, was zu einem interessanten Endspiel führte, in welchem Klaus einen Turm, zwei Läufer und drei Bauern gegen zwei Türme, einen Läufer und einen Bauer seines Gegners hatte. Nachdem zwei Läufer getauscht wurden und Klaus einen dritten Bauern gewinnen konnte, bot Klaus im Mannschaftssinne remis an, welches sein Gegner auch annahm. 4,5 – 2,5 für Marburg.

Als letztes wurde Kai fertig, welcher wohl schon früh in der Eröffnung in eine schlechte Position gekommen ist. Als ich das erste Mal hinguckte hatte er bereits eine Qualität weniger und dafür keine ersichtliche ausreichende Kompensation. Allerdings brauchte der Gegner relativ lange um diesen Vorteil zu verwerten.

Damit stand es am Ende 4,5 – 3,5 für Marburg. Durch diesen Sieg konnte die zweite Mannschaft die Wahrscheinlichkeit eines Abstieges deutlich minimieren.

Die Ergebnisse im Überblick:

SK Marburg 1931/72 2

SG Turm Idstein 1

4,5:3,5

Lehmann, Stefan

Goloborodko, Dimitri

½:½

Kuhn, Gerhard

Schwarz, Eduard

1:0

Seibert, Heiko

Bender, Dirk

0:1

Montermann, Klaus

Marten, Gero

½:½

Hein, Lennart

Korentsvit, Eugenia

½:½

Laschenko, Sergej

Löffler, Werner

1:0

Wagner, Kai

Rump, Andreas

0:1

Emig, Nils

Anhalt, Albert

1:0

 

Die Tabelle nach 5 von 9 Runden:

Rang

Verein MP BP

1

SC Fulda 1 10 29,0

2

SK Vellmar 1950 1 8 25,5

3

SV Oberursel 2 8 24,5

4

SK Gründau 1 7 21,0

5

SK Niederbrechen 1948 1 5 20,5

6

SC 1934 Gelnhausen 1 5 18,0

7

SK Marburg 1931/72 2 4 18,0

8

Biebertaler Schachfreunde 1 3 17,5

9

SG Turm Idstein 1 0 14,5

10

SF Schöneck 2 0 11,5

 

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