Matthias Lohr gewinnt Erstauflage des Marburger 960-Opens

Am 09.11. veranstaltete der SK Marburg ein neues Turnier: Zum ersten Mal erprobten wir uns im 960-Schach. Bei dieser auch als Fischer-Random-Schach bezeichneten Schach-Variante startet man nicht mit der üblichen Grundstellung, sondern die Startaufstellung der Figuren auf der Grundreihe wird ausgelost. Hierbei ergeben sich 960 verschiedene Möglichkeiten – daher der Name -, im Gegensatz zum herkömmlichen Schach spielt Eröffnungstheorie keine Rolle (weitere Informationen hier bei Wikipedia).

Wir hatten sieben Runden Schweizer System geplant, leider fanden sich nur sechs Teilnehmer ein, aus dem Verein Gunnar Hanig, Gerhard Kuhn, Klaus Montermann und ich, sowie Matthias Lohr (vereinslos) und Patrick Chandler (SC 1961 König Nied). Somit also 5 Runden jeder gegen jeden. Klarer Sieger mit 4/5 wurde Matthias Lohr vor Patrick Chandlerauf dem zweiten und mir auf dem dritten Platz mit jeweils 3/5.

960-Schach führt gleich zu Beginn zu sehr ungewohnten Stellungen mit viel Raum für Kreativität und Ideen (und natürlich auch für Fehler). Es hat sich gezeigt, dass es sinnvoll ist, zu Anfang der Partie vor dem ersten Zug zunächst etwas länger in die Stellung zu blicken, einen Plan zur Entwicklung der Figuren zu entwerfen und auf ungewohnte Motive (beispielsweise ungedeckte Bauern, die in der üblichen Startstellung gedeckt sind) zu achten. Häufig gelangt man im Laufe des Mittelspiels doch in „normale“ Stellungen, die auch im üblichen Schach entstehen könnten. Bewusst oder unbewusst steuern zumindest die meisten Spieler auch vertraute Stellungen an. Das Experiment können wir gerne wiederholen – aber bitte mit mehr Teilnehmern.

 

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