Freude und Bedauern: SK Marburg 3 feiert den Aufstieg, SK Marburg 4 muss absteigen

Mit einem souveränen Auftritt über die gesamte Saison hinweg hat die 3. Mannschaft des Schachklubs Marburg die Bezirksoberliga gewonnen und den Aufstieg in die Landesklasse West perfekt gemacht. Bereits vor dem letzten Spieltag stand die Meisterschaft fest – der Vorsprung von drei Mannschaftspunkten war für die Verfolger nicht mehr aufzuholen. Herzlichen Glückwunsch an Mannschaftsführer Oliver Mülders und sein Team zu dieser verdienten Meisterschaft!

Die Saison der Dritten

An acht Brettern zeigten Stamm- und Ersatzspieler während der gesamten Saison eine geschlossene Mannschaftsleistung. Die Siege fielen häufig knapp aus – Ergebnisse wie 4,5:3,5 oder 5:3 waren keine Seltenheit. Entscheidend war jedoch, dass die Mannschaft regelmäßig die wichtigen Punkte einfuhr.

In der letzten Runde war etwas die Luft heraus. Durch die kurzfristigen Ausfälle von Thorsten Brand und Klaus Montermann fand Mannschaftsführer Oliver Mülders keinen Ersatz mehr. Nach einem frühen 0:2-Rückstand ließ sich die Begegnung gegen Braunfels 3 nicht mehr drehen, sodass am Ende eine 3:5-Niederlage stand. Am verdienten Meistertitel änderte dies jedoch nichts mehr.

In memoriam Jürgen Claus

Überschattet wurde die Saison durch den plötzlichen Tod unseres Vereinskameraden Jürgen Claus im Januar. Noch im Dezember war er aktiv für die Mannschaft im Einsatz. Sein Verlust hat die gesamte Mannschaft tief getroffen.

Der Aufstieg in die Landesklasse West ist seinem Andenken gewidmet.

Die Topscorer der Dritten

Überragend agierten in dieser Saison Luca Ellsiepen und Klaus Montermann. Mit jeweils 7,5 Punkten aus 8 Partien waren sie zugleich die erfolgreichsten Punktesammler der gesamten Liga – eine außergewöhnliche Leistung. Sönke Rollenske steuerte mit 6 Punkten aus 8 Partien ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Titelgewinn bei.

Doch auch alle anderen Spielerinnen und Spieler punkteten genau dann, wenn es darauf ankam – ein Merkmal jeder Meistermannschaft.

SK Marburg 4 – der Abstiegskampf

Weniger erfreulich verlief die Saison für die 4. Mannschaft. Mit lediglich drei Mannschaftspunkten ging SKM 4 in die letzte Runde – punktgleich mit dem SC Wieseck 1. Herborn 1 lag mit fünf Punkten bereits etwas komfortabler.

Im direkten Duell mit dem nominell stärkeren SK Stadtallendorf 4 fehlte beim 3,5:4,5 nur wenig zu einem wichtigen Punktgewinn. Da Wieseck gleichzeitig gegen Herborn gewann, stand am Ende der letzte Tabellenplatz fest. Bei zwei Absteigern hätte am letzten Spieltag vieles zusammenpassen müssen – letztlich sollte es nicht reichen.

Die Topscorer der Vierten

Trotz des bitteren Endes gab es auch in der 4. Mannschaft Leistungen, die besondere Erwähnung verdienen. Armin Barikbin bestätigte nach seinem starken dritten Platz bei den Hessischen Jugendmeisterschaften seine Entwicklung und zeigte, dass er seine Spielstärke auch im Mannschaftskampf erfolgreich einsetzen kann.

Besonders beeindruckend war zudem Ersatzspieler Stefan Schulte, der mit 5 Punkten aus 5 Partien eine makellose Bilanz erzielte.

Letzter Spieltag in besonderem Rahmen

Der abschließende Spieltag fand unter außergewöhnlichen Bedingungen statt: Erstmals in der Geschichte des Schachbezirks Lahn-Eder wurden sämtliche Begegnungen von der Bezirksoberliga und der Kreisliga zentral an einem Ort ausgetragen.

Gastgeber war der Schachclub Heuchelheim, der den Festsaal des Restaurants Rustico hervorragend vorbereitet hatte.

An 52 Brettern kämpften insgesamt 104 Spielerinnen und Spieler um Punkte. Um 14 Uhr begrüßte Bezirksvorsitzender Markus Bernath die Teilnehmer, stellte die Schiedsrichter vor und gab anschließend die Bretter frei.

Was folgte, war ein konzentrierter Wettkampf. Während die ersten Partien bereits nach kurzer Zeit entschieden waren, zogen sich andere Begegnungen bis weit nach 19 Uhr in die Endspiele hinein. Für die anschließende Analyse stand in einem Nebenraum ein erfahrener Spieler (Hessenliga-Niveau) zur Verfügung, der die Teilnehmer bei der Analyse ihrer Partien unterstützte.

Trotz des sportlichen Ernstes herrschte eine ausgesprochen gesellige Atmosphäre. Viele Teilnehmer kennen sich seit Jahren aus Vereins- und Ligaduellen. Alle Mannschaften gleichzeitig an einem Ort zu erleben, war für die meisten eine willkommene Abwechslung.

Das Feedback fiel entsprechend positiv aus, und der Wunsch nach einer Wiederholung war vielerorts deutlich zu vernehmen. Nach der offiziellen Siegerehrung gegen 19:45 Uhr, bei der die Meister der einzelnen Ligen sowie besondere Einzelleistungn ausgezeichnet wurden, ließen zahlreiche Teilnehmer den Abend bei einem gemeinsamen Essen ausklingen.

Abschlusstabelle Bezirksoberliga

Abschlusstabelle Kreisliga