Oberliga Ost B Runde 5

Sabt. Frankfurter TV – SK Marburg

Zur fünften Runde mussten wir nach Frankfurt reisen, um gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt Punkte zu sammeln. Nominell waren wir an fast allen Brettern stärker besetzt, doch das Durchschnittsalter der Frankfurter ist wohl auch etwas geringer. Wir mussten krankheitsbedingt auf Johannes verzichten, doch dies machte sich zunächst im Matchverlauf nicht bemerkbar.

Helge bekam nach der Eröffnung ein Remisangebot, welches er in leicht schlechterer Stellung annahm. Der junge Gegner von Horst war sichtlich von 2.Lg5 überrascht, was in hohem Zeitverbrauch und etwas planlosem Spiel mündete. Nachdem Horst über die H-Linie in die Stellung eindringen konnte, ging auch noch Material verloren und wir hatten den ersten vollen Punkt. Thomas Heiling opferte in einer halbslawischen Struktur seinen Bauern e4 der wohl vergiftet war. Ohne Entwicklung des Lf8 waren die Drohungen schnell nicht mehr zu verteidigen, und so führten wir nach 3 Stunden 2,5-0,5.

Thomas Feldtmann baute sich gegen die Reti Eröffnung seines Gegners erst solide auf um dann eine neue Idee auszupacken. Er marschierte mit dem H-Bauern gegen die weiße Königsstellung. Es entwickelte sich eine spannende Partie, wo sein Gegner schliesslich eine Figur für Angriff opferte. Wie die Partie genau verloren ging konnte ich nicht mehr sehen, doch gegen den stärksten Spieler unserer Gegner sicherlich kein Beinbruch. Ärgerlicher schon der einzügige Einsteller von Thomas Henrich. Er opferte gegen Sizilianisch eine Figur auf b5 für 3 Bauern und wickelte ins Endspiel ab. Dort schien sich sein Gegner kaum mehr rühren zu können und er musste nur überlegen wie er seine Bauernwalze am Damenflügel voran bringen kann. Leider übersah er einen taktischen Schlag, wonach er die Qualität verlor, die Bauern entwertet wurden und ein weiterspielen nicht mehr lohnte. Der Ausgleich…

Eric hatte sowas wie Slawisch mit vertauschten Farben auf dem Brett was sich dann zu einer Stellung mit Isolani entwickelte. Nach ein paar ungenauen Zügen, hatte er riesigen Entwicklungsvorsprung und auch Drohungen gegen den weißen König. In Zeitnot kam etwas Nervosität auf, doch schließlich stand im 40ten Zug ein Endspiel mit zwei Mehrbauern auf dem Brett, wonach sein Gegner sofort aufgab. 3,5-2,5.

Achims Partie war sehr unübersichtlich. Nachdem sein Gegner ausgangs der Eröffnung seinen g-Bauern vor dem eigenen König laufen ließ sah dies strukturell grausig aus. Doch irgendwie entwickelte sich daraus ein Angriff, Achim fand bei knapper Zeit keine richtige Verteidigung und verlor dann ein Bauernendspiel mit Minusbauern. Wieder Ausgleich!

Alex stand nach der Eröffnung nach einem interessanten Bauernopfer recht aussichtsreich, manövrierte sich dann aber in eine etwas bedrängte Lage. Er hatte im Endspiel dann zwar einen Mehrbauern, doch sein König war auf der Grundreihe abgeschnitten und die Bildung eines Freibauern auf der B-Linie sah realistischer aus, als dass sich das Tandem e5 und f5 Richtung Grundreihe marschieren würde. Doch die Stellung war sehr Komplex und muss erstmal in Ruhe analysiert werden. Dass keiner von Beiden das Risiko zu hoch schrauben wollte ist auch verständlich. Somit endete die Partie irgendwann in der siebten Stunde Spielzeit Remis.

Fazit: Insgesamt fühlt sich das 4:4 wie eine Niederlage an, doch insgesamt geht das Ergebnis wohl doch in Ordnung. In der in zwei Wochen kommenden Doppelrunde gegen Schöneck und Neuberg sollte noch was Zählbares geholt werden, um nicht doch noch unten rein zu rutschen.

Ergebnisse

 

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