Besser spät als nie – Bericht von der Oberliga-Doppelrunde in Oberursel.

Zunächst Achims Anmerkungen zum Samstagswettkampf gegen Empor Erfurt:
Brett 7: Nils bei seinem Debut in der 1. Mannschaft bekam mit Schwarz nach wenigen Minuten von seinem ca. 250 Elo stärkerem Gegner Remis angeboten. Nach kurzer Beratschlagung nahm er an, auch weil die Eröffnung nicht unbedingt sein Geschmack war.
Weitere Einträge auf dem Scoreboard folgten dann aber erst nach über drei Stunden Spielzeit.
Brett 1: Philipp hatte es mit GM Teske zu tun. In einer Stellung des abgelehnten Damengambits reichte eine einzige Ungenauigkeit von Philipp und der Großmeister fuhr einen sicheren Sieg ein.
Brett 8: Lennart glich zum 1,5:1,5 aus. Mit Weiß in einer Grünfeld Eröffnung konnte er seinen bis nach d7 vorgerückten Freibauern zum Sieg nutzen.
Brett 6: Helge verlor einen Königsinder mit Weiß. Um den schwarzen Angriff abzuwehren musste er eine Qualität geben. Im weiteren Verlauf nutzte er eine sich bietende Ausgleichschance durch einen weit vorgerückten Bauern nicht konsequent und musste wenige Züge später aufgeben.
c7 nebst Lg1 statt Sxd6 bot hier bessere Chancen:

Brett 5: Wiederum Ausgleich. In meiner Lieblingseröffnung Skandinavisch unterschätzte ich zuerst die weißen Angriffsmöglichkeiten bei entgegengesetzten Rochaden. Mein Gegner überschätzte dann aber im weiteren Verlauf seine Möglichkeiten und ich konnte den Angriff zuerst abwehren um dann meinerseits im Angriff zu gewinnen.
Brett 2,3 und 4: Erics Weißpartie war ebenfalls Königsindisch. Der schwarze Angriff spielte sich leider sehr modellhaft. Mit einem doppelten Bauernopfer wurde die weiße Königsstellung aufgerissen und Schwarz siegte im Angriff.
Nur der Schlußzug kann irgendwie nicht stimmen (zumindest nicht in der abgebildeten Stellung). Schwarz spielt Sh2??

[Anmerkung Thomas H.: War wohl Sxf2, was nach Kxf2 Tf8+ Kg1 Txf1+Dxf1 Dxg3+ nebst Dxc3 klar gewinnt]

Horst kam mit Schwarz im dritten Königsinder des Spieltags in eine sehr gedrückte Stellung und konnte diese nicht halten.
Johannes spielte einen geschlossenen Sizilianer mit frühem g4. Im weiteren Partieverlauf gewann sein Gegner einen Bauern und kam zum Angriff. Nach Damentausch reichte dies aufgrund der ungleichen Läufer auf dem Brett aber zum Remis.
[Soweit Achim Dunker]

Am Sonntag gelang dann gegen Medizin Erfurt ein klarer Sieg:

Achim gewann kampflos, da Medizin nur zu siebt angereist war. Dazu kam schon frühzeitig das 2:0, da mein Gegner seinen Königsflügel völlig vernachlässigte und dort überrannt wurde.
Man beachte das schwarze Sammelsurium am Damenflügel.

Philipp kam am Spitzenbrett zu einem sicheren Sieg im Rossolimo-Sizilianer. Sein Gegner schien doch etwas überfordert. Die Schlussstellung:

Helge hatte im Königsinder eine ausgeglichene Stellung auf dem Brett, als er in aufkommender Zeitnot die Qualität einstellte. Dafür ließ sich Nils’ Gegnerin in ausgeglichener Stellung mattsetzen.
Eric stand im Londoner System zunächst etwas unter Druck, doch übersah sein Gegner einen Bauernverlust, wonach Eric im Läuferendspiel gewinnen konnte.
Horst erreichte gegen den Königsinder eine klar bessere Stellung, verzichtete aber auf Gewinnversuche. Johannes hatte im Benkö-Gambit seinen Gegner klar überspielt und Gewinnstellung erreicht, ehe er sich verzettelte und der weiße a-Bauer gefährlich wurde.
Seine Remiskombination mit Txa6 führte zum Dauerschach auf e1 und g3, hätte allerdings nach dem Zwischenschach auf f2 nach hinten losgehen können.

Somit hatten wir am Ende 6:2 gewonnen und liegen im sicheren Mittelfeld.
Tabelle usw. findet sich hier: https://ergebnisdienst.schachbund.de/bedh.php?liga=olob

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